• Spezial

Hohlraumverfüllung von FASA®-Rauh-Spreizen (Distanzrohren)

Nur in Ausnahmefällen wird es nicht erforderlich sein, die Hohlräume der FASA®-Rauh-Spreizen zu schließen. Abhängig von der Anforderung an das Bauteil und die Ausschreibung des Gewerkes bieten sich zwei Möglichkeiten an.

  • Der Spezial-Quellmörtel 08/35 stellt eine baustellengerechte Möglichkeit zum Verschließen des Spreizen-Hohlraumes dar.

    Im ausgehärteten Zustand erreicht er eine Druckfestigkeit, die im Regelfall höher liegt als die des Ortbetons. Die Verarbeitung kann auch bei schlechten Wetterverhältnissen stattfinden, da der Quellmörtel sicher durch eine spezielle Handdruckpresse eingebracht wird. Der technisch zweckmäßigste Zeitpunkt liegt gleich nach dem Ausschalen der Wand.

    In praktischen 25 kg-Säcken geliefert, wird der Quellmörtel gemäß Arbeitsanweisung (auf dem Sack abgedruckt) mittels in eine Bohrmaschine eingesetzem Maschinenquirl gebrauchsfertig angemacht, über einen Trichter in die Handdruckpresse gefüllt und nach unten aufgeführten Vorarbeiten eingepresst.

    Hohlraum der FASA®-Rauh-Spreize von Fremdkörpern befreien, mit der Draht- Reinigungsbürste säubern und mit der Rund-Nassbürste innen gründlich mehrfach nässen.

    Bei Wandstärken unter 30 cm an der Bauwerksaußenseite die Rohre mit Lochkappen verschließen und komplett vermörteln.

    Für Wandstärken über 30 cm in den Spreizenhohlraum eine Weichdichtkappe bis zur erforderlichen Tiefe eindrücken (min. 15 cm). Spezial-Quellmörtel 08/35 mit der Handdruckpresse gegen den Widerstand der Kappe pressen und unter Zurückziehen der Presse den restlichen Hohlraum stramm ausfüllen.

    Den Spezial-Quellmörtel an der Wandoberfläche nur geringfügig überstehen lassen. Je nach Temperatur und Abbindezeit den überstehenden Teil des Mörtels abreiben (gegebenenfalls glätten).

  • Als Alternative zur Hohlraumverfüllung mit Spezial- Quellmörtel 08/35 bietet sich das Verschließen der FASA®- Rauh-Spreizen durch Einkleben von FASA®-Stöpseln an. Je nach Anforderung an die Dichtigkeit der Wand kann der Einsatz nur eines 20 mm langen Stöpsels bis hin zur Vollverstöpselung der gesamten Wanddicke durch längere Stöpsel erfolgen.

    Der Spezial-Faserbetonkleber (2 Komponenten) gewährleistet aufgrund seiner Konsistenz bei Einhaltung der Verarbeitungsrichtlinien eine sichere Abdichtung zwischen der Innenwandung der Spreize und dem Stöpsel.

    Äußerst wichtig bei der Spreizenabdichtung durch Einkleben von FASA®-Stöpseln ist die gewissenhafte Reinigung des Spreizenhohlraumes.

    Im ersten Arbeitsgang werden mit der Drahtbürste die groben Verunreinigungen gelöst und entfernt.

    Die zweite Reinigungsstufe wird mit einer Rund-Weichbürste durchgeführt (trocken), hiermit werden letzte, meist pulver- und staubförmige Partikel, ausgebürstet.

    Um ein Durchrutschen des einzuklebenden Stöpsels zu verhindern, ist es erforderlich, einen festen Widerstand zu erzeugen. Hierzu wird mit einer Stahlrohrschlaglehre ein etwas übermaßiger Kunststoff-Stopfen in den Spreizenhohlraum eingetrieben. Der Anschlag an der Lehre sorgt für die richtige Eindringtiefe.

    Der nach Arbeitsanweisung vorbereitete Spezial-Faserbetonkleber wird auf der Stirnseite und der umlaufenden Außenfläche des Stöpsels aufgetragen. Wichtig ist, dass der FASA®-Stöpsel stramm gegen den Kunststoff-Stopfen gepresst wird. Hierdurch bildet sich zwischen Stopfen und Stöpsel an der Stirnseite eine geschlossene Kleberscheibe und der überschüssige Kleber wird zwischen Stöpsel und Innenwand der Spreize gepresst. Mit einem zweiten Stöpsel wird ebenso verfahren.